Die Aurora dauert nur wenige Minuten. Dein Handy sollte nicht der Grund sein, warum du sie verpasst.
Es gibt nichts Schlimmeres, als unter einem Himmel voller tanzender grüner Lichter zu stehen, an den Kameraeinstellungen herumzufummeln und gerade dann nach unten zu schauen, wenn der beste Moment schon vorbei ist. Die gute Nachricht ist: Das Fotografieren der Aurora mit dem Smartphone war noch nie so einfach – vorausgesetzt, man kennt vorher ein paar wichtige Einstellungen.
Wenn Sie schon einmal draußen in der eisigen Kälte gestanden und zu einem schwachen grünen Schimmer hinaufgeschaut haben, während Sie sich fragten, ob Ihr Smartphone das tatsächlich einfangen kann, dann sind Sie nicht allein. Zu lernen, wie man Nordlichter mit dem Handy fotografiert, ist zu einer der häufigsten Fragen unter Reisenden geworden, die in den Norden aufbrechen – insbesondere jetzt, da die meisten modernen Smartphones tatsächlich in der Lage sind, die Aurora Borealis in atemberaubender Detailgenauigkeit einzufangen.
Die Herausforderung liegt nicht in Ihrem Smartphone. Es geht vielmehr darum, zu wissen, welche Einstellungen Sie verwenden müssen, wie Sie das Gerät ruhig halten und wann die Beleuchtung tatsächlich stark genug ist, um gute Fotos zu machen. In diesem Leitfaden gehen wir alles durch – von den grundlegenden Smartphone-Einstellungen bis hin zu den besten Kameraeinstellungen für Nordlichter bei einer herkömmlichen Kamera – und geben Ihnen praktische Tipps, damit Sie ein Foto aufnehmen können, das tatsächlich so aussieht, wie Sie es gesehen haben.
Kann man die Nordlichter wirklich mit einem Handy fotografieren?
Ja, und die Ergebnisse könnten Sie überraschen.
Warum moderne Smartphones bei schlechten Lichtverhältnissen so gut zurechtkommen
Die meisten Smartphones, die in den letzten Jahren auf den Markt gekommen sind, verfügen über einen speziellen Nachtmodus, und viele neuere Modelle bieten spezielle Einstellungen für Astrofotografie oder einen Sternenmodus. Diese Modi verlängern automatisch die Belichtungszeit und fügen mehrere Einzelbilder zusammen, um Details sichtbar zu machen, die mit bloßem Auge sonst nicht erkennbar wären.
Was Ihr Handy kann und was nicht
Mit einem Smartphone lassen sich wirklich beeindruckende Fotos von Polarlichtern aufnehmen, insbesondere wenn diese mäßig bis stark leuchten. Sehr schwache Polarlichter hingegen – solche, die für das bloße Auge wie ein blassgrauer Fleck aussehen – lassen sich mit dem Sensor eines Smartphones im Vergleich zu einer speziellen Kamera jedoch nur schwer erfassen. Wenn man dies im Voraus weiß, kann man realistische Erwartungen setzen und vermeidet spätere Enttäuschungen.
Warum es immer noch auf die Einstellungen ankommt
Der wichtigste Faktor für eine gelungene Handyaufnahme ist nicht das Handymodell selbst, sondern die Frage, ob die richtigen Einstellungen verwendet werden. Ein Handy, das im automatischen Standardmodus belassen wird, liefert fast immer schlechtere Ergebnisse als eines, das speziell für die Nachtfotografie eingerichtet wurde.
Erwartungen vor der Reise richtig steuern
Man sollte sich vor Augen halten, dass selbst das beste Smartphone eine kaum sichtbare Aurora nicht aus dem Nichts in ein lebendiges Foto verwandeln kann. Was es jedoch tut, ist, das bereits Vorhandene zu verstärken und deutlicher hervorzuheben, indem es subtile Farben und Bewegungen erfasst, die das Auge vielleicht einfach als einen verschwommenen Fleck am Himmel abtun würde. Wenn man diesen Unterschied im Voraus versteht, neigt man weniger dazu, anzunehmen, dass die Einstellungen falsch sind, wenn das Schauspiel an diesem Abend einfach nur schwach zu sehen ist.
So fotografieren Sie Nordlichter mit der Handykamera: Schritt für Schritt
Um mit dem Handy ein scharfes, detailreiches Foto einer Aurora aufzunehmen, muss man lediglich ein paar einfache Schritte befolgen.
Schritt 1: Wechseln Sie in den Nacht- oder Pro-Modus
Öffnen Sie Ihre Kamera-App und verlassen Sie den standardmäßigen Automatikmodus. Die meisten Smartphones bieten entweder einen speziellen Nachtmodus oder einen Pro- bzw. manuellen Modus, mit dem Sie mehr Kontrolle über die Belichtung haben.
Schritt 2: Schalten Sie den Blitz aus
Das mag selbstverständlich klingen, aber es lohnt sich, dies direkt zu überprüfen, da der Blitz sonst nichts anderes tut, als die Luft vor Ihnen zu erhellen und die Aufnahme zu ruinieren.
Schritt 3: Vorschau zur Helligkeitsreduzierung
Bei einigen Smartphones wird die Live-Vorschau automatisch aufgehellt, was es erschweren kann, die tatsächliche Belichtung einzuschätzen. Wenn Sie die Bildschirmhelligkeit etwas verringern, erhalten Sie eine genauere Vorschau des endgültigen Bildes.
Schritt 4: Konzentriere dich auf die Unendlichkeit
Tippen Sie auf einen Punkt weit entfernt auf dem Bildschirm, idealerweise in der Nähe des Horizonts, damit die Kamera den Fokus auf die Ferne einstellt, anstatt zu versuchen, die Dunkelheit scharfzustellen.
Schritt 5: Stillhalten oder eine Stütze verwenden
Schon eine leichte Verwacklung während einer längeren Belichtungszeit führt zu einem unscharfen Bild. Wenn Sie Ihr Smartphone auf eine feste Unterlage legen oder – noch besser – ein kleines Stativ verwenden, verbessert sich die Bildschärfe deutlich.
Schritt 6: Machen Sie mehrere Aufnahmen
Die Aurora-Aktivität ändert sich ständig, daher sollten Sie lieber mehrere Fotos in schneller Folge aufnehmen, anstatt sich auf eine einzige Aufnahme zu verlassen. So haben Sie auch mehr Chancen, das Schauspiel in seiner höchsten Leuchtkraft einzufangen.
Schritt 7: Zwischen den Aufnahmen überprüfen und anpassen
Nehmen Sie sich nach jeder Aufnahme einen Moment Zeit, um Belichtung und Schärfe zu überprüfen, anstatt die gesamte Sitzung über blindlings zu fotografieren. Kleine Anpassungen, wie eine leichte Verlängerung der Belichtungszeit oder eine geringfügige Erhöhung des ISO-Werts, machen oft einen spürbaren Unterschied, sobald Sie sehen, wie die vorherige Aufnahme geworden ist.
Die besten Kameraeinstellungen für Nordlichter mit einer herkömmlichen Kamera
Wenn Sie mit einer speziellen Kamera unterwegs sind – sei es eine spiegellose Systemkamera oder eine DSLR -, folgen die besten Kameraeinstellungen für Nordlichter einer etwas anderen Logik als bei der Smartphone-Fotografie.
Eröffnungen
Verwenden Sie die größte Blendenöffnung, die Ihr Objektiv zulässt, idealerweise f/2,8 oder größer. Eine größere Blendenöffnung lässt mehr Licht herein, was bei Aufnahmen in nahezu völliger Dunkelheit unerlässlich ist.
Verschlusszeit
Beginnen Sie mit einer Belichtungszeit zwischen 5 und 15 Sekunden. Bei sich schneller bewegenden Polarlichtern sind kürzere Belichtungszeiten vorteilhaft, um die Konturen scharf abzubilden, während langsamere, eher statische Erscheinungen auch längere Belichtungszeiten vertragen, ohne dass Details verloren gehen.
ISO
Eine ISO-Einstellung zwischen 800 und 3200 bietet in der Regel ein gutes Gleichgewicht zwischen Helligkeit und Bildrauschen. Hochwertige Kameras können den ISO-Wert in der Regel noch weiter erhöhen, ohne dass es zu nennenswertem Bildrauschen kommt. Es lohnt sich daher, die Grenzen Ihrer Kamera im Voraus zu testen.
Weißabgleich
Die manuelle Einstellung des Weißabgleichs – in der Regel auf einen Wert zwischen 3000 K und 4000 K – führt in der Regel zu natürlicheren, realitätsgetreueren Farben als die Verwendung des automatischen Weißabgleichs, der die Grüntöne der Aurora manchmal in ein unnatürliches Blau oder Gelb verschieben kann.
Aufnahmen im RAW-Format
Sofern Ihre Kamera dies unterstützt, bietet Ihnen das Fotografieren im RAW-Format deutlich mehr Flexibilität bei der nachträglichen Anpassung von Belichtung, Farbe und Detailgenauigkeit, ohne dass die Bildqualität darunter leidet.
Die Wahl des richtigen Objektivs
Ein Weitwinkelobjektiv – in der Regel mit einer Brennweite zwischen 14 mm und 24 mm – ist meist die beste Wahl für die Aurora-Fotografie, da es einen größeren Teil des Himmels erfasst und es ermöglicht, einen markanteren Vordergrund in das Bild einzubeziehen. Besonders wertvoll sind hier lichtstarke Objektive mit einer großen maximalen Blendenöffnung, da sie mehr Licht einfangen, ohne dass die Verschlusszeit oder der ISO-Wert auf extreme Werte erhöht werden müssen.
Unverzichtbare Ausrüstung für die Aurora-Fotografie
Ein paar wichtige Ausrüstungsgegenstände können den Unterschied zwischen einer frustrierenden Nacht und einer wirklich tollen Nacht ausmachen.
Ein stabiles Stativ
Ganz gleich, ob Sie mit einem Smartphone oder einer richtigen Kamera fotografieren – ein stabiles Stativ ist wohl das wichtigste Ausrüstungsstück für die Nordlichtfotografie, da jede Bewegung während einer Langzeitbelichtung die Aufnahme verwischen lässt.
Ein Fernauslöser oder ein Selbstauslöser
Das direkte Drücken des Auslösers kann zu einer Verwacklung führen, die gerade so stark ist, dass sie die Bildschärfe beeinträchtigt. Durch die Verwendung einer Selbstauslöserfunktion oder eines Fernauslösers lässt sich dies vollständig vermeiden.
Ersatzbatterien
Bei kalten Temperaturen entladen sich Akkus deutlich schneller als gewöhnlich. Wenn Sie Ersatzakkus in einer Innentasche nahe an Ihrer Körperwärme aufbewahren, können Sie verhindern, dass sie mitten im Dreh leer werden.
Eine Stirnlampe mit einer roten Lichtstufe
Die Einstellung “Rotes Licht” schont Ihre Nachtsicht weitaus besser als normales weißes Licht, was sowohl für die Anpassung der Kameraeinstellungen als auch dafür nützlich ist, dass sich Ihre Augen besser an die Dunkelheit gewöhnen können.
Warme, bequeme Kleidung für lange Wartezeiten
Bei der Aurora-Fotografie muss man oft über längere Zeit bei eisigen Temperaturen stillstehen. Die richtige Thermokleidung, isolierte Stiefel und warme Handschuhe, die für die Bedienung von Touchscreens geeignet sind, machen das Erlebnis wesentlich angenehmer – und dieser Komfort wirkt sich direkt darauf aus, wie lange man bereit ist, draußen zu bleiben und auf den Höhepunkt des Lichtspektakels zu warten.
Eine tragbare Powerbank
Da kalte Temperaturen den Akku schnell entladen und Langzeitbelichtungen mehr Energie verbrauchen als herkömmliche Aufnahmen, ist das Mitführen eines kleinen tragbaren Ladegeräts für Ihr Smartphone eine einfache Möglichkeit, um zu vermeiden, dass Ihnen mitten in der Nacht der Akku ausgeht.
Häufige Fehler, die man beim Fotografieren der Aurora vermeiden sollte
Selbst erfahrene Reisende machen bei ihrem ersten Versuch, Nordlichter zu fotografieren, ein paar vorhersehbare Fehler.
Zu kurze Belichtungszeit
Eine kurze Belichtungszeit kann zwar schnell bewegte Details einfrieren, erfasst jedoch oft nicht genügend Licht, was zu einem dunklen, wenig beeindruckenden Bild führt, insbesondere in Nächten mit geringer Helligkeit.
Vergessen, den Fokus zu überprüfen
Ein Foto einer Aurora, das etwas unscharf oder verschwommen wirkt, ist oft eher auf einen Fokusfehler als auf falsche Einstellungen zurückzuführen. Überprüfen Sie vor der Aufnahme immer noch einmal, ob der Fokus auf “Unendlich” eingestellt oder auf einen weit entfernten Punkt fixiert ist.
Überbelichtung durch zu hohen ISO-Wert
Zwar sorgt ein höherer ISO-Wert für ein helleres Bild, doch wenn man es übertreibt, entsteht sichtbares Bildrauschen, und die feineren Details des Bildschirms können verloren gehen. Wenn Sie am frühen Abend verschiedene ISO-Werte ausprobieren, finden Sie leichter die richtige Balance.
Den Vordergrund ignorieren
Ein Himmel voller Nordlichter ist beeindruckend, doch ein Foto mit einem markanten Vordergrundelement – wie einer Baumgrenze, einem zugefrorenen See oder der Silhouette einer Hütte – wirkt in der Regel weitaus fesselnder als ein leerer Himmel allein.
Zu früh einpacken
Nordlichter bauen sich oft allmählich auf, bevor sie ihre spektakulärste Phase erreichen. Nach einem schwachen Beginn zu früh abzureisen, gehört zu den häufigsten Dingen, die Reisende im Nachhinein bedauern.
Das Objektiv vor der Aufnahme nicht reinigen
Kondenswasser und vereinzelte Schneeflocken auf einem Objektiv oder einer Handykamera sind im Dunkeln leicht zu übersehen, können aber eine ansonsten perfekte Aufnahme unbemerkt ruinieren. Ein kurzes Abwischen mit einem weichen Tuch vor jeder Aufnahme und in regelmäßigen Abständen während der Nacht hilft, dieses leicht vermeidbare Problem zu vermeiden.
Praktische Tipps für eine erfolgreiche Nacht zur Nordlichtfotografie
- Informieren Sie sich vor dem Aufbruch anhand einer Vorhersage zur Sonnenaktivität, beispielsweise des KP-Index, über die voraussichtliche Intensität des Sonnensturmphänomens.
- Kommen Sie noch vor Einbruch der Dunkelheit an Ihrem Beobachtungsort an, damit Sie Zeit haben, Ihre Ausrüstung in Ruhe aufzubauen und die Einstellungen zu testen.
- Zieh dich so an, als würdest du stillstehen und nicht laufen, da man sich bei Fotonächten oft viel weniger bewegt als bei einer typischen Outdoor-Aktivität.
- Halten Sie Ihr Handy oder Ihre Kamera zwischen den Aufnahmen warm, da eine längere Kälteeinwirkung die Akkulaufzeit erheblich verkürzen kann.
- Machen Sie am frühen Abend, noch bevor die Nordlichter erscheinen, ein paar Testaufnahmen, um sicherzustellen, dass Ihre Fokus- und Belichtungseinstellungen korrekt sind.
- Vermeiden Sie es, den Bildschirm Ihres Smartphones zwischen den Aufnahmen mit voller Helligkeit zu nutzen, da dies Ihre Nachtsicht vorübergehend beeinträchtigen kann.
- Ziehen Sie eine Unterkunft mit direktem Zugang zu einem dunklen Himmel in Betracht, damit Sie nicht erst spät in der Nacht anreisen müssen, sobald das Himmelsspektakel beginnt.
Unterkünfte mit guter Anbindung an die Nordlichter
Die Wahl der Unterkunft spielt bei der Aurora-Fotografie eine größere Rolle, als die meisten Reisenden erwarten. Wenn Sie zwanzig Minuten fahren müssen, um einen dunklen Beobachtungsort zu erreichen, laufen Sie Gefahr, das Schauspiel bei Ihrer Ankunft bereits verpasst zu haben.
Für Paare, die eine Reise zu den Nordlichtern planen, bietet ein privater Paarurlaub in Lappland mit direktem Zugang ins Freie die Möglichkeit, sofort nach Beginn eines Nordlichtspektakels nach draußen zu gehen und mit dem Fotografieren zu beginnen. Das Gleiche gilt für Reisende, die eine Flitterwochenreise nach Lappland, Finnland planen, bei der der private, ungestörte Zugang zum dunklen Nachthimmel das Erlebnis um eine besondere Dimension bereichert.
Wenn es bei Ihrer Reise eher darum geht, zwischen den Fotosessions etwas zur Ruhe zu kommen, bietet ein Wellness-Retreat in Lappland, bei dem der Zugang zur Sauna und eine ruhige Umgebung im Mittelpunkt stehen, einen komfortablen Rückzugsort nach einer langen Nacht im Freien.
Für Reisende, die eine ruhigere, abgelegenere Umgebung abseits der Stadtbeleuchtung suchen, bieten die Unterkünfte in Sodankylä einen wirklich dunklen Himmel mit minimaler Lichtverschmutzung. Und falls Ihre Reise in die Weihnachtszeit fällt, können Sie mit den verfügbaren Lappland-Weihnachtspaketen die Fotografie der Nordlichter mit den Traditionen und Aktivitäten verbinden, für die die Region im Dezember bekannt ist.
Die Aurora souverän einfangen
Wenn man weiß, wie man Nordlichter mit den Einstellungen des Smartphones richtig einfängt, und zudem die optimalen Kameraeinstellungen für Nordlichter bei einer herkömmlichen Kamera kennt, entfällt das Rätselraten bei einem der lohnendsten Aspekte einer Arktisreise. Mit der richtigen Vorbereitung – vom stabilen Stativ bis hin zu den richtigen Belichtungseinstellungen – können Sie Fotos mit nach Hause nehmen, die die Magie des Schauspiels wirklich widerspiegeln, statt einer verschwommenen Enttäuschung.
Die Wahl einer Unterkunft mit guter Anbindung an einen dunklen Himmel kann genauso wichtig sein wie die richtigen Kameraeinstellungen. Eine ruhige Lage, minimale Lichtverschmutzung und die Freiheit, jederzeit nach draußen zu gehen, wenn die Aurora erscheint – all das erleichtert das Fotografieren der Nordlichter erheblich.
Häufig gestellte Fragen
Wie kann ich Nordlichter mit meiner Handykamera fotografieren, wenn ich ein älteres Modell habe?
Auch ältere Smartphones ohne speziellen Nachtmodus können die Nordlichter bei besonders intensiven Erscheinungen einfangen, wobei sich die Ergebnisse deutlich verbessern, wenn Sie ein Stativ verwenden und die Belichtung manuell einstellen – sofern Ihre Kamera-App dies unterstützt.
Mit welchen Kameraeinstellungen sollten Anfänger bei der Fotografie von Nordlichtern am besten beginnen?
Ein guter Ausgangspunkt sind eine große Blende, eine Verschlusszeit von etwa 8 bis 10 Sekunden und ein ISO-Wert von 1600; von dort aus können Sie die Einstellungen je nach Helligkeit des Displays anpassen.
Brauche ich ein Stativ, um Nordlichter zu fotografieren?
Auch wenn es nicht unbedingt erforderlich ist, verbessert ein Stativ die Bildschärfe sowohl bei der Smartphone- als auch bei der Kamerafotografie erheblich, da bereits kleinste Bewegungen während einer langen Belichtungszeit die Aufnahme unscharf machen.
Warum sehen meine Nordlichtfotos besser aus als das, was ich mit eigenen Augen gesehen habe?
Kameras und Sensoren von Smartphones können Licht und Farben erfassen, die das menschliche Auge bei schlechten Lichtverhältnissen nur schwer wahrnehmen kann, insbesondere bei längeren Belichtungszeiten. Deshalb weisen Fotos manchmal lebhaftere Farben auf, als es dem Auge erschien.
Wie lange sollte ich draußen warten, um die Nordlichter fotografieren zu können?
Da die Aurora-Aktivität unvorhersehbar ist, erhöhen Sie Ihre Chancen, ein beeindruckendes Schauspiel zu erleben, erheblich, wenn Sie mehrere Stunden im Freien verbringen – idealerweise über mehrere Nächte hinweg.
Kann ich die Nordlichter auch dann fotografieren, wenn sie nicht besonders stark zu sehen sind?
Ja, denn Kameras können oft Details in schwächeren Polarlichtern erfassen, die mit bloßem Auge schwerer zu erkennen sind, insbesondere bei längeren Belichtungszeiten.
Hat kaltes Wetter Auswirkungen auf mein Handy oder meine Kamera, wenn ich Nordlichter fotografiere?
Ja, kalte Temperaturen können die Akkulaufzeit spürbar verkürzen und gelegentlich dazu führen, dass sich das Smartphone unerwartet ausschaltet. Wenn Sie die Geräte daher zwischen den Aufnahmen in einer Innentasche aufbewahren, können Sie die Akkulaufzeit über die ganze Nacht hinweg schonen.
